Handwerk

Der Beruf der Vergolderin gehört zu den ältesten, heute noch existierenden Handwerken mit einer autonomen Berufsausbildung. Über Jahrhunderte hinweg ist die Technik des Vergoldens weitgehend unverändert geblieben, ebenso das Material und das Werkzeug.

Das Ziel der Vergoldung ist, einem einfachen Material einen wertvollen Charakter zu geben und das Handwerk in die gesamte Gestaltung des Produktes einzubeziehen.

Um das hauchdünne Goldblatt auf Holz, Stein, Metall oder Papier zu bringen, bedarf es etlichen Vorbereitungen. Der Träger muss mit verschiedenen Kreiden, tierischen Hautleimen und Tonerden grundiert werden. Die Struktur des Grundes kann durch schleifen, gravieren, ziselieren, punzieren dem gewünschten Effekt angepasst werden. Durch eine Radierung oder einer farblich abgestimmten Fassung kann ein malerischer Duktus erreicht werden.

Ägyptische Sarkophage, gotische Tafelbilder, Mobiliar in der Renaissance, ganze Räume im Barock wurden vergoldet. Heute gehen wir etwas verhaltener mit der Vergoldung um, können uns aber der Faszination des Goldes nicht entziehen.


   
     
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